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Skilift
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Ein Skilift ist eine mechanische Vorrichtung, die Skifahrer mit angeschnallten Skiern bergaufwĂ€rts befördert.cite-ref-1[1] Ungenau und fachlich eigentlich inkorrekt werden im weiteren Sinne alle Beförderungsanlagen fĂŒr Wintersportler an den Pisten als solche bezeichnet.
Der Skilift im eigentlichen Sinn ist der zu den Seilbahnen, aber nicht zur Kategorie der Luftseilbahnen gehörende Schlepplift, eine Einrichtung zur Beförderung von FahrgÀsten, die auf ihren Skiern oder anderen SportgerÀten (Snowboard, Kurzski, Firngleiter, Skibob) am Boden fahren und mittels einer Schleppvorrichtung bergauf gezogen werden.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]
Die Lifte können im Sommer aber auch zur Beförderung anderer mit ihren Benutzern besetzten SportgerĂ€te eingesetzt werden (Sommerrodel, Mountainbikes, Downhill- oder Monsterroller, Bull-Carts, Gras-Ski). In Bikeparks werden zur Beförderung von Mountainbikern neben sonstigen Luftseilbahnen gelegentlich auch Schlepplifte eingesetzt, bei Sommerrodelbahnen wird fallweise auf der Lifttrasse ein aufwĂ€rts fĂŒhrender Spurweg (Wanne oder Coaster-Schiene) fest oder demontierbar installiert.
Contents
âą Geschichte
âą Technik
âą Laufband
âą Sonstige
âą Hersteller
âą Umsatzsteuer
âą Gebrauchthandel
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
Die erste motorisch betriebene Aufstiegshilfe fĂŒr Wintersportler ĂŒberhaupt wurde auf dem Bödele in Vorarlberg, Ăsterreich, gebaut und ging 1907 in Betrieb. Freilich war diese Konstruktion nicht mit einem modernen Skilift von heute zu vergleichen â es handelte sich vielmehr um eine Art Schlitten, der nach dem Prinzip einer Seilwinde mittels eines Seils von einem Motor den Berg hinaufgezogen wurde (siehe: Schlittenlift Bödele); ein Arbeitsprinzip, das vor allem in der Schweiz noch jahrzehntelang zum Einsatz kommen sollte. Bis in die 1940er-Jahre verwendete man dort Schlitten-Standseilbahnen, die sogenannten âFuniâ, der letzte seiner Art in Grindelwald wurde sogar erst 1995 stillgelegt.cite-ref-4[4]
Der erste Skilift in Deutschland wurde in Schollach bei Eisenbach im Hochschwarzwald vom Gastwirt Robert Winterhalder gebaut und am 14. Februar 1908 in Betrieb genommen. Er war 280 Meter lang und ĂŒberwand eine Höhe von 32 Metern. Betrieben wurde er mit Wasserkraft ĂŒber ein MĂŒhlrad.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] Die FahrgĂ€ste hielten sich dabei mittels speziell geformter Zangen am Zugseil fest.cite-ref-8[8]
Der erste moderne Schlepplift mit selbsteinziehendem BĂŒgel (ursprĂŒnglich in J-Form) wurde am 24. Dezember 1934cite-ref-9[9] in Davos in Betrieb genommen. Entwickelt wurde das System durch den Schweizer Ingenieur Ernst Constam,cite-ref-10[10] der es von der renommierten Seilbahnfirma Adolf Bleichert & Co. bauen lieĂ.cite-ref-11[11] Der Davoser Skilehrer Jack Ettinger verbesserte das System, indem er von seinem Vater aus Holz einen Prototyp herstellen lieĂ, bei dem die EinzelbĂŒgel durch T-förmige DoppelbĂŒgel (in Anlehnung des âRibberybĂŒgelâ aus dem Jahre 1929) ersetzt wurden. Constam rĂŒstete seinen Bolgenliftcite-ref-12[12] bereits fĂŒr die zweite Wintersaison (1935/1936) mit diesen DoppelbĂŒgeln zu einem «Sie-und-Er-Lift» um. Bis 1938 realisierte Constam insgesamt 20 dieser Anlagen in der Schweiz, Deutschland und Frankreich, unter anderem in St. Moritz, Arosa, MĂŒrren, MegĂšve und Garmisch.cite-ref-13[13] Die Transportmittel verfĂŒgten zunĂ€chst noch ĂŒber separate Zug- und AufwicklergehĂ€nge.cite-ref-14[14] Obwohl sich die Skifahrer rasch an das neuartige Transportsystem gewöhnten, gab es anfangs noch einige Startschwierigkeiten zu bewĂ€ltigen.cite-ref-15[15]
Der erste Skilift der Ostalpen wurde 1935 auf der Tauplitzalm im steirischen Salzkammergut errichtet. In seiner Konstruktionsweise Ă€hnelte er eher dem 1907 in Vorarlberg errichteten Lift (siehe hier). Es handelte sich um einen groĂen BĂŒgel, an welchem mehrere Schifahrer gleichzeitig mittels Seilwinde hinaufgezogen wurden. Ein sogenannter âStanglfahrerâ brachte den BĂŒgel anschlieĂend wieder ins Tal. Der âKlein Valuga-Liftâ war 1937 erste österreichische Schlepplift mit hoher SeilfĂŒhrung und wurde von der Firma Doppelmayr gemeinsam mit Sepp Bildstein in ZĂŒrs am Arlberg errichtet. Dieser frĂŒhe Schlepplift lief auf HolzstĂŒtzen und besaĂ EinzelbĂŒgel, die Ă€hnlich denen eines Tellerliftes zwischen die Beine genommen wurden.cite-ref-16[16]
Bis in die 1980er Jahre wurden sehr viele solcher âklassischenâ Schlepplifte gebaut, auch kleine Gemeinden konnten so ein oft nur aus einer einzigen Piste bestehendes Skigebiet errichten. Seit den 1990er Jahren werden sie aber immer weiter durch Sesselbahnen verdrĂ€ngt, die mehr Komfort und meist kĂŒrzere Fahrzeiten bieten. Auch werden viele Schlepplifte aus ebendiesen GrĂŒnden durch Sesselbahnen ersetzt.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19] FĂŒr viele kleine und kleinste Schigebiete bedeutete das, neben den hohen Kosten fĂŒr eine kĂŒnstliche Beschneiung das Aus.
Technik
Schlepplifte folgen dem GelĂ€ndeprofil bis zu Steigungen von circa 40 Grad. Die meisten Anlagen sind gerade in einer Linie trassiert, wobei das talwĂ€rtsfahrende Seiltrum parallel zum bergauf schleppenden Teil ĂŒber die gleichen StĂŒtzen zur Talstation zurĂŒckgefĂŒhrt wird. Bei gelĂ€ndebedingten Trassenerfordernissen können Schlepplifte mit hoher SeilfĂŒhrung aber auch als Kurvenschlepplift ausgefĂŒhrt werden und RichtungsĂ€nderungen durchfahren. AbschĂŒssige Trassenabschnitte sollten möglichst vermieden werden, da die Skifahrer dort den ZugbĂŒgel âĂŒberholenâ können und dann festhalten mĂŒssen, um ihn nicht zu verlieren.
Die Benutzung eines Schleppliftes erfordert ein gutes Gleichgewichtsvermögen und bei paarweisem Transport eine gewisse Fertigkeit und Erfahrung. Das Fahren mit Schleppliften auf steilen Trassen ist anstrengender als die Fahrt mit einem Sessellift.
Von Vorteil ist die unkomplizierte und kostengĂŒnstige Errichtung. Vor der EinfĂŒhrung kuppelbarer Sesselbahnen waren Schlepplifte schneller als fixgeklemmte Sessellifte und konnten mehr FahrgĂ€ste in derselben Zeit bergauf befördern.cite-ref-20[20]
Schlepplifttrassen können im Gegensatz zu Luftseilbahntrassen von talwĂ€rts fahrenden SkilĂ€ufern nicht ohne EinschrĂ€nkungen gekreuzt werden, die Pistenbenutzung kann hierdurch beeintrĂ€chtigt werden. AuĂerdem benötigen Schlepplifte im Wintersportbetrieb eine vollstĂ€ndig von Schnee bedeckte Trasse. Zur Aufwertung von Skigebieten bezĂŒglich Komfort und Beförderungsleistung werden Schlepplifte oft durch Luftseilbahnen verschiedener Bauarten abgelöst.
Schlepplifte stehen auf festem Grund, teilweise auch auf Gletschern. Auf Gletschern werden spezielle GletscherstĂŒtzen verwendet.
LÀngster Schlepplift war seinerzeit der Schlepplift Gandegg bei Zermatt mit einer LÀnge von 2.899 Metern, der allerdings infolge Gletscherschwund nicht mehr in voller LÀnge befahren werden konnte. Die Seilgeschwindigkeit von Schleppliften betrÀgt bis zu 3,5 m/s (12,6 km/h), die Förderleistung bis zu 1440 Personen pro Stunde.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]
Schlepplifte werden auch zur Beförderung von Rodelschlitten im Winter und Bobs bei Sommerrodelbahnen eingesetzt.
Schlepplifte mit hoher SeilfĂŒhrung
Diese werden in Anlagen mit festen Seilklemmen und Anlagen mit Kuppelklemmen unterschieden.cite-ref-23[23]
Schlepplift/Ankerlift oder Tellerlift
ankerliftBei Schleppliften lĂ€uft ein umlaufendes Förderseil in etwa sechs bis sieben Metern Höhe, an dem ĂŒber einen Aufrollmechanismus ZugbĂŒgel befestigt sind. Man unterscheidet dabei Tellerlifte mit TellerbĂŒgeln fĂŒr eine Person (meist auf ĂbungshĂ€ngen) oder Ankerlifte in Kurz- oder Langversionen fĂŒr zwei Personen (BĂŒgelschlepplift).
Stangenschlepplift
Eine Sonderform des Schleppliftes ist die vor allem in Frankreich verbreitete Gattung des Stangenschlepplifts, der auch in einer sehr schnell (bis zu 4 m/s) fahrenden kuppelbaren AusfĂŒhrung existiert. Diese Lifte wurden hauptsĂ€chlich von den beiden französischen Unternehmen Pomagalski und Montaz-Mautino (heute Gimar-Montaz-Mautino) hergestellt.
Die hierfĂŒr verwendete kuppelbare Klemme besteht aus einer Art Ring, der das Seil umschlieĂt. An diesem Ring ist ein Hebel montiert, an dem wiederum die Teleskopstange und der Teller hĂ€ngt. Der Durchmesser des Ringes ist jedoch gröĂer als der des Seils, sodass das Seil durch die Klemme hindurch fĂŒhrt, ohne dass der Teller mitgezogen wird. In der Talstation sammeln sich alle Teller in einem Magazin. Kommt dann ein Fahrgast, lĂ€sst ein mechanischer Ăffner den Ring auf das Seil fallen und er verkantet sich. Durch das Gewicht von Teller und Fahrgast öffnet sich diese Verkantung nicht. Um die Klemme in der Station wieder zu öffnen, wird der Hebel von einer Kuppelschiene angehoben. In der ursprĂŒnglichen Variante war nur die Talstation kuppelbar ausgefĂŒhrt. Seit 1983 verbaut die Firma Montagner auch kuppelbare Bergstationen, um den Komfort beim Ausstieg zu erhöhen.cite-ref-24[24] Umlenkrollen erlauben auch eine TrassenfĂŒhrung um die Ecke.
Pendelschlepplift
Ab den 1950ern konnte die Firma STEMAG (SteiermĂ€rkische Maschinen und Apparate Gesellschaftcite-ref-25[25]) von Hermann Treiber das Ă€uĂerst kostengĂŒnstige System des Pendelschlepplifts fĂŒr kleinere Anlagen etablieren. Im Gegensatz zu anderen Schleppliften sind nur zwei BĂŒgel am Seil fixiert, die analog einer Pendelbahn, ohne die Fahrbahnseite zu wechseln, zwischen Tal- und Bergstation hin und her pendelten. Eine höhere Förderleistung kann man durch die hohen Fahrgeschwindigkeiten erreichen, da der Ein- und Ausstieg bei Stillstand der Anlage erfolgt. Weiters gibt es breite BĂŒgel fĂŒr bis zu 6 Personen.cite-ref-grosslexikon-26-0[26]
STEMAG erstellte bis in die 1980er Jahre Schlepplifte in Ăsterreich und Deutschland. In der Schweiz wurden einige Pendelschlepplifte durch den dort ansĂ€ssigen Hersteller Skima erstellt. Insgesamt wurden Pendelschlepplifte mindestens bis in die 1970er ausgeliefert.cite-ref-27[27] Das System konnte sich nie wirklich durchsetzten, jedoch gibt es neben den Exemplaren von STEMAG und ihren Lizenznehmern auf der ganzen Welt Anlagen nach diesem Prinzip. Speziell in Neuseeland und in den Anden trifft man diese Bauweise in Form von simpel konstruierten Schleppliften auch heute noch hĂ€ufig an.cite-ref-grosslexikon-26-1[26]cite-ref-grosshersteller-28-0[28] Im deutschsprachigen Raum gibt es noch vereinzelte Anlagen in Betrieb.cite-ref-29[29]
Weitere Systeme
Vor bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich noch weitere Schleppliftsysteme, die heute allerdings allesamt ausgestorben sind:
⹠System Hefti: Beim von dem Schweizer Beda Hefti entwickelten Gurtenschlepplift banden sich die FahrgÀste einen Gurt um, der mit einem Haken ins Seil eingehÀngt wurde. An der Bergstation wurde dieser Gurt wieder aus dem Seil ausgeklinkt und durch das Personal auf Skiern nach unten gebrachtcite-ref-30[30]. In der Schweiz existierten 24 solcher Anlagen, in Deutschland zwei.cite-ref-31[31]
âą System Wullschleger: Das Schleppliftsystem von August Wullschleger unterscheidet sich wohl am stĂ€rksten von den ĂŒblichen Systemen: Hier gibt es keine Unterscheidung zwischen StĂŒtzen und Tellern bzw. BĂŒgeln, die StĂŒtzen sind fest an das Seil geklemmt und fahren auf Kufen mit. Dabei dienen sie auch als Fahrbetriebsmittel. Nach diesem System entstand nur eine einzige Anlage im schweizerischen FlĂŒhli.cite-ref-32[32]
âą System Vogler: Das System von Heinrich Vogler bestand aus Tellerliften und Ă€hnelte sehr den heute noch gebauten Anker- oder Tellerliften. Im Gegensatz zu den heutigen Liften waren sie allerdings portabel.cite-ref-33[33] 38 solcher Lifte entstanden in der Schweiz, vier StĂŒck waren es in Deutschland.cite-ref-34[34]
Lift im Wassersport
Obwohl hier keine Hubarbeit im eigentlichen Sinne geleistet wird, werden auch solche Anlagen Lift genannt, die Wassersportler auf Wasserski, Wake- oder Liegeboard zumeist auf einem See ĂŒbers Wasser und Hindernisse ziehen. Der Wassersportler hĂ€lt sich dabei an einem Griff am Ende eines Zugseiles fest. Dieses Seil ist wiederum an einem ringförmig umlaufenden und motorgetriebenen Seil eingehakt.
Rechtliche Grundlagen
In Ăsterreich sind der Bau, die Baubewilligung, der Betrieb, die Betriebsbewilligung, die Aufgaben des Betriebsleiters und die Unfallmeldepflicht bei Schleppliften mit hoher SeilfĂŒhrung in der Schleppliftverordnung geregelt.cite-ref-35[35]
Schlepplifte mit niederer SeilfĂŒhrung
Diese Lifte verfĂŒgen ĂŒber keine SeilstĂŒtzen. Die Gradiente der Lifttrasse muss weitestgehend der Kettenlinie des durchhĂ€ngenden Förderseils folgen.
Seillift oder Babylift
Als Seil- oder Babylift bezeichnet man ein umlaufendes Seil aus Stahl oder Kunststoff in BodennĂ€he, an dem sich die Skifahrer festhalten; sie werden wegen der Abnutzung umgangssprachlich auch âHandschuhfresserâ, âHandschuhmörderâ oder âPonyliftâ genannt. Um sich nicht am blanken Seil festklammern zu mĂŒssen, sind am Seil oft KunststoffbĂŒgel angebracht, die den Skifahrer am GesÀà schieben. Bei einfacheren AusfĂŒhrungen sind am Seil Verdickungen aus Kunststoff oder Knoten angebracht.
Seillifte werden ebenfalls meist von AnfÀngern genutzt, sie finden sich vereinzelt auch als Zubringer zwischen anderen Liften oder Pisten bei kurzen Flach- oder Bergaufpassagen.
Nussknackerlift
Ein Nussknackerlift (engl. nutcracker tow), auch Rucksacklift genannt, ist ein schnell auf- und abzubauender Skilift. Er kann binnen kurzer Zeit auf dem verschneiten Hang auf- und wieder abgebaut werden. Der meist von einem Verbrennungsmotor angetriebene Lift hat seinen Namen von der Form der Anklemmvorrichtung, die der Skifahrer mitbringen oder gegen ein Entgelt vom Skigebietsbetreiber mieten muss und mit der er sich an einem einfachen, schnell laufenden Stahlseil selbst anklemmt. Die Klemmvorrichtung â Ă€hnlich einem Nussknacker mit offenem Maul gestaltet â ist ĂŒber ein kurzes SeilstĂŒck mit einem Gurt um die HĂŒfte des Liftbenutzers verbunden.cite-ref-36[36]
Nussknackerlifte sind vor allem in Neuseeland zur ErschlieĂung wenig frequentierter HĂ€nge verbreitet.
Weitere Beförderungsanlagen
Laufband
Als Laufband oder Teppichlift bezeichnet man ein am Boden laufendes Förderband, auf dem die FahrgĂ€ste mit angeschnallten Skiern stehend transportiert werden. Vielfach wird es auch mit dem Produktnamen Zauberteppich des Herstellers Sunkid bezeichnet. Es lĂ€uft mit 0,2 bis 1,2 m/s verhĂ€ltnismĂ€Ăig langsam und wird an bis zu 30 Prozent steilen Pisten verwendet. Es wird von Skischulen in den ersten Tagen von AnfĂ€nger- und Kinderkursen sowie von Schwerbehinderten und Snowboardern genutzt, aber auch als Verbindungslift zu anderen Aufstiegsanlagen. LaufbĂ€nder erschlieĂen eher kurze PistenhĂ€nge, sie werden ab zwölf Meter LĂ€nge gebaut. Im alpincenter Bottrop gibt es jedoch auch eine 400 Meter lange Strecke.cite-ref-37[37] Seit einiger Zeit werden LaufbĂ€nder auch ĂŒberdacht oder in transparenten Galerien gefĂŒhrt, um die FahrgĂ€ste vor der Witterung zu schĂŒtzen.
Sonstige
Weiter werden als Beförderungsanlagen fĂŒr Wintersportler verwendet:
âą Luftseilbahnen wie
âą Sesselbahnen und
âą Gondelbahnen, sowie
âą Standseilbahnen und SchrĂ€gaufzĂŒge
Gelegentlich werden eher am Berg auch Schneemobile (Ski-Doos) oder in der Ebene Pferdeschlitten eingesetzt, die ein Seil mit Haltegriffen oder Knoten zum Festhalten nach sich ziehen, wodurch Skifahrer oder andere Wintersportler sich ziehen lassen können. FĂŒr denselben Zweck kann auch eine Pistenraupe dienen, die auch eine Anzahl bis ca. zwanzig Personen ziehen kann (auch Pistenbulli-Jöring genannt).
Eine sehr exklusive und teure Möglichkeit ist die Beförderung per Helikopter beim Heliskiing, um Abfahrten auf unberĂŒhrten HĂ€ngen und im Tiefschnee machen zu können.
Sommernutzung von Schleppliften
AuĂerhalb der Wintersaison sind Schlepplifte auĂer Betrieb und können dementsprechend auch keinen Umsatz erzielen. Schon frĂŒh suchten sowohl die Schleppliftbetreiber, als auch die Hersteller nach Möglichkeiten, diese auch im Sommer sinnvoll zu nutzen.
Eine der vermutlich Ă€ltesten Methoden ist der sog. Kombilift. Das heiĂt ein Schlepplift wird so konstruiert, dass er im Winter als normaler Schlepplift, im Sommer aber als fixgeklemmte Einersesselbahn lĂ€uft. Diese Bauart wird jedoch seit Jahren nicht mehr gebaut. Dazu kommt, dass entsprechende Bahnen immer öfter durch leistungsfĂ€higere Anlagen ersetzt werden.cite-ref-38[38]
Eine weitere Möglichkeit wÀre, der Betrieb mit einer Sommerrodelbahn. Entweder wird der Rodelbahnnutzer mitsamt der Rodel vom Schlepplift bergauf gezogencite-ref-39[39] oder (z. B. bei Alpine Coastern) ein Schlepplift wird mit simplen Haken ausgestattet und dient als Transportseilbahn.cite-ref-40[40] Bei letzterer Möglichkeit ist ein Personentransport unmöglich.
Eine neuere Möglichkeit besteht darin, Mountainbiker in Bikeparks zu befördern.cite-ref-41[41] Meist geschieht das mit DoppelbĂŒgeln die unter dem Sattel eingehakt werden. Mittlerweile sind jedoch Spezialhaken fĂŒr Mountainbikes im Angebot.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43] Winterbetrieb ist hier uneingeschrĂ€nkt möglich, wird aber teilweise wegen zu niedriger Höhenlage mancher Schlepplifte zugunsten des Sommerbetriebs aufgegeben.
Hersteller
GroĂe Hersteller sind die Doppelmayr/Garaventa Group, Leitner und POMA sowie das Unternehmen Sunkid aus Imst, im Segment der LaufbĂ€nder. Weitere derzeit noch aktive Seilbahnbauer sind LST (frĂŒher: Loipolder Seilbahntechnik), BMF-Bartholet, CCM Finotello, MEB Impianti sowie Inauen-SchĂ€tti, welche sich jedoch hauptsĂ€chlich auf den Bau von Spezial- und Kleinseilbahnen konzentrieren, die oftmals nicht fĂŒr den Skibetrieb genutzt werden.
Umsatzsteuer
Am 1. Januar 2008 wurde die Umsatzsteuer in Deutschland fĂŒr SkiliftgebĂŒhren und Bergbahnen von 19 auf 7 Prozent, wie bei Nahverkehrsmitteln, reduziert.
Gebrauchthandel
In Ăsterreich werden Ă€ltere Skilifte, insbesondere Schlepp- und Sessellifte, wegen Modernisierung und/oder mangels RentabilitĂ€t auĂer Betrieb genommen. Wird ein solcher Lift rechtzeitig, also noch im Laufe der letzten Schisaison zum Verkauf angeboten, kann er mitunter sorgsam demontiert und nach Osteuropa, Skandinavien, Russland oder Bergregionen in Asien verkauft werden.cite-ref-44[44] Auch in der Schweiz werden gebrauchte Skilifte zum Kauf angeboten und in die ganze Welt exportiert.cite-ref-45[45] In der Schweiz gibt es zudem viele auĂer Betrieb genommene sogenannte Geisterlifte, welche jahrelang ungebraucht stehen bleiben.cite-ref-46[46]
Weblinks
Commons
: Skilifte
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Skilift
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Literatur von und ĂŒber Skilift im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą SĂŒdschwarzwald: Wo der Skilift erfunden wurde, Johannes Schweikle, Spiegel Online, 23. Februar 2015
âą Der erste Skilift der Welt. In: hochschwarzwald.de. Vorlage:Internetquelle | abruf=2026-MM-TT ist Pflichtparameter Vorlage:Internetquelle | abruf=2026-MM-TT ist Pflichtparameter
âą Lift â Datenbank und Infos zu Liften weltweit
âą Bildergalerie zu Seilbahnen und Skiliften
âą Relikte von Skiliften aus vergangener Zeit
Einzelnachweise
cite-note-11. â Duden: Skilift
cite-note-22. â Artur Doppelmayr: DenkanstöĂe zur FunktionserfĂŒllung von Seilbahnanlagen (Memento vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive), 1997, ISBN 3-9500815-1-8, online einsehbar als doc-Datei, abgerufen am 17. November 2011
cite-note-33. â GĂŒnthner, Willibald A.: Seilbahntechnik (Memento vom 20. MĂ€rz 2013 im Internet Archive) (PDF), S. 1â4.
cite-note-44. â Technische Daten dieses Liftes in der Seilbahndatenbank von www.bergbahnen.org
cite-note-66. â Der erste Skilift der Welt in Schollach (Memento vom 13. November 2012 im Internet Archive), abgerufen am 17. September 2012.
cite-note-77. â Isabel Stettin: Idee aus dem Schwarzwald: Wie der Skilift erfunden wurde. In: Tagesspiegel vom 18. Januar 2015. Abgerufen am 4. Dezember 2024.
cite-note-88. â Patent CH44626.â
cite-note-99. â 90 Jahre Bolgenlift - «An diesem Skilift haben wir âče huufe Seichâș gemacht». In: srf.ch. 20. Dezember 2024, abgerufen am 20. Dezember 2024.
cite-note-1010. â Patent AT145894B.â
cite-note-1111. â Adolf Bleichert & Co. Leipzig-Gohlis, Kleine BeitrĂ€ge zu einer groĂen Firmengeschichte (Memento vom 30. Januar 2012 im Internet Archive)
cite-note-1212. â Benedikt Meyer: AufwĂ€rts in Davos Im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums vom 6. Januar 2020
cite-note-1313. â Constam-Inserat von 1938 bei seilbahn-nostalgie.ch
cite-note-1414. â Constam SchleppgehĂ€nge am Beispiel des Skilifts Carmenna
cite-note-1515. â Videoclip vom ersten Betriebsjahr des Tschuggen-Lifts in Arosa (1938)
cite-note-1616. â Historische Filmaufnahmen auf YouTube, hochgeladen von Doppelmayr: https://www.youtube.com/watch?v=Ft3JxGZ4OUI
cite-note-1818. â 1970 in der Schweiz gebaute Seilbahnen; von 87 Seilbahnen sind 61 Schlepplifte
cite-note-1919. â 2000 in der Schweiz gebaute Seilbahnen, von 25 Seilbahnen sind nur 5 Schlepplifte
cite-note-2020. â Seilbahnlexikon â Geschichte & Technik 1.8 Fix geklemmte Luftseilbahnen mit Umlaufbetrieb In: Seilbahnlexikon. www.bergbahnen.org
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